Presse

ORF: 13.12.18: VÜ G'FÜH

"Folterbauer-Voigt" in Tirol am Beat

Alexander Folterbauer und Gabriele Voigt stammen beide aus Völs, spielen Gitarre und Klavier und singen. In "Tirol am Beat" bei Klaus Horst präsentieren sie in dieser Woche ihr Debüt-Album "Vü G'Füh". Beeinflusst von österreichischen Musikern wie Willi Resetarits oder STS, aber auch von Leonard Cohen oder Rebekka Bakken, begannen Alexander Folterbauer und Gabriele Voigt vor einigen Jahren gemeinsam Lieder zu schreiben. Jetzt ist auf dem Wiener Blues-Label Wolf-Records ihr Debüt-Album erschienen: sehr stille, sentimentale deutschsprachige Lieder, begleitet ausschließlich von Klavier oder Gitarre. Alexander Folterbauer ist für die Texte zuständig. Für die Texte sorgt Alexander Folterbauer, der demnächst auch seinen ersten Lyrik-Band herausbringen möchte. Es sind also vertonte Gedichte, die die beiden präsentieren.

Publiziert am 13.12.2018

Radio Studio Diemen (Holland) 14.6.2019: VÜ G'FÜH

Folterbauer Voigt zijn een Tiroler songwriter duo met Oostenrijkse dialectliedjes, die sinds 2012 samen muziek maken.

Alexander Folterbauer, geboren in 1980 in Innsbruck, heeft zijn muzikale focus op dialectmuziek. Onder de projectnaam "silent sides" publiceerde hij en Gabriele Voigt in 2014 het debuutalbum "Let it be a matter of fact", dat gaat over herinneringen, gedachten, ervaringen en gebeurtenissen uit het leven. In de tussentijd schrijft Alexander Tortenterbauer alleen in het Duits, dialect is zijn belangrijkste focus. Er is een sterke connectie met Weense dialectmuziek (rolmodellen bijvoorbeeld Willi Resetarits, Georg Danzer) en ook met internationale artiesten (rolmodellen bijvoorbeeld Rebekka Bakken, Leonard Cohen). Naast het bovengenoemde muziekalbum heeft de Tiroler tot nu toe ook drie audioboeken, een boek, een EP en drie singles uitgegeven. In 2016 publiceerde hij zijn boek "Gedanken - Blues - Mundart", een overzicht en samenvatting van zijn teksten en liedjes. In oktober 2018 brachten Alexander Folterbauer en Gabriele Voigt hun nieuwe studio-album "Vü G'füh" op WOLF RECORDS uit als een CD. Het zijn sensuele ballades met persoonlijke teksten en dromerige melodieën. Bovendien verscheen Alexander's eerste boek met gedichten, "Sunset by the Sea", als een boek in united p.c.verlag. Published juni 14, 2019

MUSIC AUSTRIA: 15.12.14: Lass es aussa-gemma's an

...bringt auf den Punkt, was viele hinnehmen. Der von Wien geprägte Tiroler Alex Folterbauer (Frontmann der SILENT SIDES) greift in seiner neuen CD auch heiße Themen wie Ausgrenzung und Anfeindung auf und nimmt Stellung. Womit ginge das musikalisch besser als mit den Mitteln des Blues? Mit seiner rauen Stimme singt sich der Bassist, Bandleader und Texter von der Seele, was ihn berührt und aufregt. Da darf das Thema Nummer eins natürlich auch nicht fehlen: die Liebe. Vom Verlassenwerden handelt gleich der erste Track "Oa vergessene Spur", die man auch in Pianoversion am Ende des Tonträgers als Reprise findet. Für das Nicht-vergessen-Sein ist also doppelt gesorgt. Die Keyboarderin und Duopartnerin Gabriele Voigt liefert kontrastierende Stimmsounds besonders in diesem Stück und schmiegt sich gern in Oktaven und mit Phrasierungsgirlanden um die Melodie, was vor allem in der Schlussversion für eine schöne balladige Atmosphere sorgt. Zum Ensemble gehören Schlagzeuger David Stampfer und an der Gitarre Rainer Grandtner. Mit vorwiegend Dialektsongs (Tiroler Umgangssprache), Standarddeutsch wie auch einzelnen englisch betexteten Nummern bewegt sich die Band auf ihrem aktuellen Album im Bereich Blues, Pop und Rock.

Magic Slim-Tribute: Fotzhobelfills neben Violinensounds

Dem voriges Jahr verstorbenen ehrwürdigen Singersongwriter und West Side Chicago Blues-Gitarristen Morris Holt alias Magic Slim und seiner Formation ist der Song "Teardrops - Für an Moment no a Mal" gewidmet und präsentiert sich stilsicher und gitarrenschwanger samt Solo in Ray-Charles Tempo (erdig, satzig, voll, v. a. spannungsgeladen langsam). In diese Kerbe schlägt auch anfangs der elfte der zwölf Tracks mit seinen Fotzhobelfills, wendet sich dann dem Pop zu, swingt kurz auf und kehrt zu den Roots zurück. Auch hier wird sich inbrünstig wegsoliert, Violinensounds kreuzen den Weg und wieder dreht sich der Stile-Wind. Ist schräg, hat was.

Von der Kälte in Tirol - auch der sozialen

"A Gschicht vom Meer" befasst sich mit dem Dreck, den die Menschheit in den Ozeanen entsorgt, "Koa Platz" mit Außenseitern der Gesellschaft, "S'Wasser bis zum Hois" thematisiert u. a. AusländerInnenhetze und wenn andere Bands den Sommer besingen, ist in Tirol die Kälte unausweichlich das ganze Jahr, oft auch die soziale. Die Nummer "Silence" hingegen experimentiert mit unterschiedlichen Taktlängen, Sprechgesängen, Melodien und Klangbildern. Dass der Neid nicht nur in Wien viel schneller gedeiht, besingt der Titel "Unsichtbar" und will mit der Zeile "Arm sein is ka Schand" dazu auffordern, sich das Wegschauen wieder abzugewöhnen. Möge die Übung gelingen, auch abseits von Weihnachtsduselei, wo pfadfinderisch manch müder Pfenning stolz für's saubere Gewissen locker gemacht wird. Die Band Silent Sides aus dem Land mit den schönen Bergen ist sich zu Schade für oberflächlichen "Schmus" und verpackt jede Menge tagesaktueller Inlandsthemen in ihrem neuen Tonträger. Von solchen Songs kann es nie genug gebe. "Lass alles aussa - gemma's an" erinnert, dass uns der Begriff 'attitude' mehr als ein Fremdwort sein sollte.  Alexandra Leitner

Magazin: Concerto: Ausgabe: 4/2015 von strej

Alex Folterbauer, Singersongwriter und Bassist mit regionalen Innsbrucker Schwerpunkten und Wiener Verwandtschaft hat mit Silent Sides ein Quartett um sich, das seine Neigungen weiter transportiert. Vor einem gut eingewurzelten Blues - Hintergrund präsentiert er seine ehrlichen und gefühlsbetonten Songs. Wer Mundartsongs, Liedermacher und Austropop mag, wird dieses Album schätzen und genießen, in dem auf zwölf Tracks alles Mögliche an Emotionen heraus kommt. Man erkennt in Spurenelementen die freimütig von AF bekannt gegebenen Vorbilder aus der Resetarits Familie (vor allem Willi), denkt an Ernst Moldens abgrundtiefe Wienerlieder und sinniert über Larmoyanz und Chansonqualität des zu früh verstorbenen Georg Danzer Von allen drei Lichtgestalten hat sich AF etwas abgeschaut, was auch ganz legitim erscheint. Zahlreiche instrumentale Beiträge (u.a.Eva Harnisch auf der Geige, drei coole Gitarristen Prugger / Walch/ Leimgruber, die Drummer Dennis Oberhuber, Stefan Brodsky sowie Martin Astenwald (keyb./Orgel / Wurlitzer Piano) tragen zur Qualität einer heimischen Produktion bei, die aufhorchen lässt.